Erdkunde-Exkursion ins Braunkohlerevier nach Garzweiler

Überblick über den Tagebau Garzweiler
Überblick über den Tagebau Garzweiler

Am 11.06.2013 um 8.00 Uhr ging es los! Die Klassen 6.1 und 6.5 der Realschule Plus Altenkirchen unternahmen eine Exkursion zum Braunkohleabbaugebiet Garzweiler.

Die Busfahrt nach Garzweiler dauert ca. 1 ½ Stunden. Um 10 Uhr angekommen, hieß es erst einmal sich einen Überblick zu verschaffen. Nachdem wir in einem Informationszentrum zunächst einen Vortrag über die Energieversorgung in Deutschland und die Bedeutung des Braunkohleabbaus gehört hatten, wurden wir in unserem Bus von einem kompetenten Begleiter durch das Abbaugebiet geführt. Das Gebiet Garzweiler ist ein Tagebau der RWE Power AG in Nordrhein Westfalen im Rhein-Neuss-Kreis. Jährlich werden in Garzweiler bis zu 35-45 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert.

Auf dem Gelände gibt es neben weiteren Firmen unter anderem eine eigene Feuerwehr mit kompletter Rettungsmannschaft, die sich besonders auf den Umgang mit Unfällen und Bränden im Bereich der Braunkohleförderung spezialisiert hat. Die Braunkohle aus Garzweiler wird zu 90% zur Stromerzeugung verwendet, und teilweise wird die Kohle per

Förderband direkt zum Kraftwerk befördert. Die restlichen 10% werden genutzt, um Aktivkohlefilter für die Trinkwassergewinnung oder Grillkohle herzustellen.

Beeindruckend waren vor allem die großen Schaufelradbagger. Ein solches Ungetüm ist etwa 100 Meter hoch und 200 Meter lang. Die Arbeit mit dem Bagger erfordert hohe

Konzentration, da beim Abtragen einer Kohleschicht möglichst wenig Abraum mit abgetragen werden soll. Auf einer Aussichtsplattform konnten wird uns dann ein eigenes Bild davon machen, welche Ausmaße das ganze Gebiet der Braunkohleförderung einnimmt. Beim Thema Umsiedlung sind die RWE und die meisten Bewohner der Dörfer für eine Umsiedlung, da viele der Menschen die in den Abbaugebieten wohnen, auch für die Firmen in den Abbaugebieten arbeiten.

Um 15 Uhr endete unsere Exkursion nach Garzweiler an der Wendeplatte des

Schulzentrums. Es war eine schöne Erfahrung, zu sehen, wie riesig so ein Abbaugebiet ist, wie groß die Maschinen sind und wie ein rekultiviertes Gebiet aussieht.