Ehemalige FOS Schülerin berichtet aus dem Architekturstudium

Vom Bauhaus zur Hochschule

Wie fühlt sich der Start ins Architekturstudium wirklich an, und was hilft dabei besonders? Dieser Frage gingen interessierte Schülerinnen und Schüler der FOS Gestaltung nach, als uns kürzlich Alona Horn, ehemalige Schülerin unserer FOS Gestaltung und heute Architekturstudentin, besuchte. In einer offenen Gesprächsrunde berichtete sie von ihren ersten Wochen an der Hochschule, von typischen Herausforderungen zum Studienbeginn und davon, welche Kompetenzen sie aus der FOS Gestaltung bereits jetzt als echten Vorteil erlebt.

Bauhaus als roter Faden in der FOS Gestaltung

Im Lehrplan der FOS Gestaltung in Rheinland-Pfalz ist das Bauhaus ein wichtiger Bezugspunkt, nicht nur als kunstgeschichtliche Epoche, sondern auch als Methode. Die Auseinandersetzung mit Gestaltungsgeschichte und Gestaltungsprinzipien wie Form, Farbe, Material und Funktion ist fest verankert und wird im Unterricht praktisch erprobt.

Genau hier setzte Alonas Bericht an: Viele Anforderungen im Architekturstudium knüpfen an diese Grundlagen an. Wer bereits gelernt hat, Gestaltungsentscheidungen zu begründen, systematisch zu variieren und Ergebnisse zu reflektieren, startet oft sicherer in erste Entwurfsaufgaben und kann Ideen schneller weiterentwickeln.

Was im Architekturstudium früh zählt

Gerade zu Beginn stehen häufig Grundlagen des Entwerfens und Gestaltens im Zentrum, mit Aufgaben, die an den Bauhaus-Vorkursgedanken erinnern: beobachten, analysieren, experimentieren, mit Form, Farbe, Raumwirkung und Material arbeiten. Je nach Hochschule kommen vorbereitende Vorkurse hinzu, die den Einstieg in Arbeitsweisen wie Zeichnen, Modellbau, Präsentation und Projektorganisation erleichtern sollen.

Alona betonte dabei, dass sie sich noch im ersten Semester befindet und ihre Eindrücke aus der Anfangsphase stammen. Gerade deshalb waren ihre Beobachtungen für die Schülerinnen und Schüler besonders greifbar, weil sie den Übergang Schule, FOS und Hochschule sehr frisch beschreiben konnte.

Warum der Bauhaus Schwerpunkt im Studium hilft

Alona schilderte konkret, wo sie den Transfer aus der FOS Gestaltung bereits jetzt spürt: bei Komposition und Proportion in Entwürfen, bei sicheren Farb- und Formentscheidungen, beim sauberen Visualisieren, durch Übung im Modellbau, sowie durch die Fähigkeit, eigene Ideen nachvollziehbar zu präsentieren und Feedback produktiv zu nutzen.

Gleichzeitig machte sie deutlich, worin viele den „Kulturschock“ erleben: Architektur ist nicht nur Gestaltung. Konstruktion, Bauphysik, technische Regeln, rechtliche Rahmenbedingungen und präzises Arbeiten unter Zeitdruck werden schnell wichtig. Genau deshalb ist es ein Vorteil, wenn gestalterische Grundlagen bereits sitzen und man im Studium mehr Kapazität für die neuen technischen Anforderungen hat.

Perspektiven öffnen

Der Besuch zeigte, wie wertvoll echte Einblicke von Ehemaligen sind: Sie machen Studienwege greifbar, nehmen Unsicherheiten und helfen dabei, die eigene Entscheidung besser einzuordnen. Für unsere FOS Gestaltung ist das ein schönes Beispiel dafür, wie Lehrplaninhalte wie das Bauhaus nicht im Klassenzimmer enden, sondern im Studium und später im Beruf weiterwirken.