Gemeinsames Fastenbrechen an der August-Sander- Schule – Ein Fest der Vielfalt und Verbundenheit

In diesem Jahr fand an der August-Sander-Schule ein ganz besonderes Ereignis statt: Zum ersten Mal organisierten die Schülervertretung unter der Leitung der Verbindungslehrkräfte Sebile Batmaz und Adam Hayek ein gemeinsames Fastenbrechen, das Schüler, Eltern und Lehrkräfte unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zusammenbrachte.

Was als Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen begann, wurde schnell zu einem Fest der Kulturen. Zahlreiche Familien, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte folgten dem Aufruf und brachten selbst zubereitete Speisen aus ihren jeweiligen Traditionen mit. So entstand ein reichhaltiges und vielfältiges Buffet, das nicht nur Gaumenfreuden bereitete, sondern auch einen Einblick in die unterschiedlichen kulinarischen Bräuche der Schulgemeinschaft ermöglichte.

Besonders bemerkenswert war, dass in diesem Jahr das islamische, christliche und jüdische Fasten nahezu zeitgleich stattfanden. Ramadan, die christliche Fastenzeit und das jüdische Fasten von Esther überschneiden sich zwar nur selten, doch sie zeigen: Ganz gleich welcher Tradition man folgt, alle Gläubigen verzichten für eine gewisse Zeit bewusst auf etwas – sei es aus spirituellen, religiösen oder reflektierenden Gründen. Diese Erfahrung verbindet über alle Unterschiede hinweg, denn sie erinnert daran, was wirklich zählt: Dankbarkeit, Mitgefühl und Gemeinschaft.

Das gemeinsame Fastenbrechen wurde so zu mehr als nur einem Essen: Es war ein Zeichen für das, was Menschen verbindet. Alle drei Religionen kennen das Fasten als eine Zeit der inneren Reinigung, der Dankbarkeit und des sozialen Mitgefühls. Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen, Solidarität zu zeigen und den Wert des Teilens zu erfahren. Diese Werte sind universell – sie überschreiten religiöse Grenzen und lassen eine Gemeinschaft zusammenwachsen.

Die Atmosphäre an diesem Abend war geprägt von Offenheit, Respekt und Herzlichkeit. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kamen miteinander ins Gespräch, teilten Essen, Gedanken und Geschichten. Es war ein Moment, in dem deutlich wurde, dass Vielfalt keine Trennung bedeutet, sondern eine Bereicherung darstellt.

Das erste gemeinsame Fastenbrechen an der August-Sander-Schule Schule war ein voller Erfolg – nicht nur kulinarisch, sondern vor allem menschlich. Es hat gezeigt, dass Schule mehr ist als ein Ort des Lernens. Sie ist auch ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und des Verständnisses füreinander.

Die Schülervertretung sowie die Sebile Batmaz und Adam Hayek hoffen, dass diese Tradition fortgeführt wird und sich in den kommenden Jahren noch mehr Mitglieder der Schulgemeinschaft daran beteiligen. Denn in einer Welt, die oft von Unterschieden geprägt ist, sind es genau solche Momente, die alle näher zusammenbringen.

BUZ: Viele Gäste folgten der Einladung zum gemeinsamen Fastenbrechen an der August-Sander-Schule. Beim abendlichen Essen kam es zu angeregten Gesprächen und einem lebhaften Austausch.

Foto: Gerhard Hein